Schwefelsäure(H2SO4)
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Strukturformel
Allgemeines
Name Schwefelsäure
Andere Namen
  • Schwefel(VI)-säure
  • Vitriolöl
  • Dihydrogensulfat
  • Monothionsäure
  • E 513
Summenformel H2SO4
CAS-Nummer 7664-93-9
Kurzbeschreibung farb- und geruchlose, leicht viskose Flüssigkeit [1]
Eigenschaften
Molare Masse 98,08 g·mol−1
Aggregatzustand flüssig [1]
Dichte 1,8356 g·cm−3 [1]
Schmelzpunkt 10,38 °C (100 %) [1]
Siedepunkt 279,6 °C (100 %) [1]
Dampfdruck

1,3 hPa (145,8 °C) [1]

Löslichkeit

vollständig mischbar mit Wasser [1]

Sicherheitshinweise
Gefahrstoffkennzeichnung aus RL 67/548/EWG, Anh. I
R- und S-Sätze R: 35
S: (1/2)-26-30-45
MAK

0,1 mg·m−3 (gemessen als einatembarer Aerosolanteil) [1]

LD50

2140 mg·kg−1 (Ratte, oral)




Schwefelsäure (nach IUPAC-Nomenklatur Dihydrogensulfat, veraltet Vitriolöl) ist eine chemische Verbindung des Schwefels mit der Summenformel H2SO4. Sie ist eine farblose, ölige, sehr viskose und hygroskopische Flüssigkeit. Schwefelsäure wirkt stark ätzend und ist eine der stärksten Mineralsäuren. Die Säure bildet zwei Reihen von Salzen, die Hydrogensulfate und Sulfate, bei denen im Vergleich zur freien Säure ein beziehungsweise zwei Protonen fehlen.Verwendung findet sie überwiegend als konzentrierte oder verdünnte wässrige Lösung. Die konzentrierte Schwefelsäure besitzt eine Konzentration von 96 bis 98 %. Als verdünnte Schwefelsäure oder Dünnsäure gelten Lösungen, die einen Säureanteil von etwa 20 % besitzen und als Abfall bei der Titanoxid- oder Farbstoffproduktion anfallen.[4]

Das Anhydrid der Schwefelsäure ist das Schwefeltrioxid (SO3). Ist in der Schwefelsäure über das stöchiometrische Mengenverhältnis hinausgehend zusätzliches Schwefeltrioxid gelöst, wird die Lösung als rauchende Schwefelsäure oder Oleum bezeichnet. Verwandte Säuren sind die Schwefelige Säure H2SO3, die sich vom Schwefeldioxid ableitet und die Thioschwefelsäure H2S2O3, bei der ein Sauerstoffatom durch Schwefel ersetzt ist.

ein beziehungsweise zwei Protonen fehlen.

Schwefelsäure wird in sehr großen Mengen und in vielen Bereichen eingesetzt. Ihre Produktionsmenge gilt – neben der von Chlor – als Maßstab für die industrielle Entwicklung und den Leistungsstand eines Landes. Je nach Konzentration wird sie unterschiedlich bezeichnet. Zwischen 10 und 20 % spricht man von verdünnter Schwefelsäure, die Akkumulatorsäure hat eine Säurekonzentration von 33,5 %, bis zu einem Gehalt von etwa 70 % spricht man von Kammersäure, bis zu 80 % von Gloversäure. Konzentrierte Schwefelsäure besitzt meist einen Gehalt von 98,3 % (Azeotrop).[18]

Der größte Teil wird in der Produktion von Düngemitteln verbraucht. Mit Hilfe von Schwefelsäure werden vor allem Phosphat- und Ammoniumsulfatdünger gewonnen. Letzterer wird durch Reaktion von halbkonzentrierter Schwefelsäure mit Ammoniak dargestellt.

mathrm{H_2SO_4 + 2 NH_3 longrightarrow (NH_4)_2SO_4}
Reaktion von Schwefelsäure mit Ammoniak

Bei der Produktion von Phosphatdüngern wird Schwefelsäure zum Aufschluss des Rohphosphates benötigt. Bei der Reaktion entsteht Superphosphat Ca(H2PO4)2/CaSO4

mathrm{Ca_3(PO_4)_2 + 2 H_2SO_4 longrightarrow Ca(H_2PO_4)_2 + 2 CaSO_4}
Aufschluss von Apatit zu Superphosphat durch halbkonzentrierte Schwefelsäure
Titan(IV)-oxid wird mit Hilfe von Schwefelsäure hergestellt
Titan(IV)-oxid wird mit Hilfe von Schwefelsäure hergestellt

Neben Ammoniumsulfat werden auch andere Sulfate durch Umsetzung entsprechender Salze mit Schwefelsäure hergestellt. Ein Beispiel ist das aus Aluminiumhydroxid gewonnene Aluminiumsulfat, das in großen Mengen in der Papierindustrie und als Flockungsmittel in der Wasserreinigung verwendet wird.

Sicherheitshinweise 

Schwefelsäure wirkt auf Haut und Schleimhäute stark reizend und ätzend. Sie ist in der Lage, lebendes Gewebe zu zerstören (Verätzung). Die Wirkmechanismen von konzentrierter und verdünnter Schwefelsäure sind deutlich zu unterscheiden. Bei verdünnter Schwefelsäure wirkt die erhöhte Protonenkonzentration ätzend, d. h. die Wirkung ist derjenigen anderer verdünnter Säuren ähnlich. Die Wirkung besteht bei Hautkontakt, abhängig von der Konzentration, vorwiegend in lokalen Reizungen.[1] Sie ist damit deutlich ungefährlicher als konzentrierte Schwefelsäure. Diese wirkt auf Grund ihrer stark wasserziehenden Wirkung verkohlend und schädigt schon in kleinen Mengen Haut und Augen stark. Es bilden sich nur langsam heilende, schmerzhafte Wunden.[1] Schwefelsäure kann auch über Dämpfe aus der Luft aufgenommen werden, der MAK-Wert beträgt 0,1 g/cm3[1], der LC50-Wert beträgt bei Ratten über zwei Stunden inhalativ aufgenommen 510 mg/m3.[19]

Da bei der Reaktion von konzentrierter Schwefelsäure mit Wasser viel Wärme entsteht, darf sie nur durch Eingießen in Wasser und nicht durch Hinzufügen von Wasser zur Säure verdünnt werden. Wird Wasser zu Schwefelsäure hinzugegeben, kann diese leicht spritzen und so umstehende Personen verätzen.

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Rechtschreibfehler
 
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Wer Welche findet kann sie Behalten
Einstein
 
Es gibt 2 sachen die unendlich sind die menschliche dummheit, und das Universum, aber bei den Universum
bin ich mir nicht sicher!!
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