Ethylenglykol
"

Ethylenglykol

Strukturformel
Strukturformel
Allgemeines
Name Ethylenglykol
Andere Namen
  • Äthylenglykol
  • EG
  • 1,2-Ethandiol
  • Ethan-1,2-diol
  • Ethandiol
  • Ethylenalkohol
  • Ethylenoxidhydrat
  • Genantin
  • Glykol
  • Glysantin
  • Monoethylenglykol
Summenformel C2H6O2
CAS-Nummer 107-21-1
Kurzbeschreibung farb- und geruchlose Flüssigkeit mit leicht süßlichem Geschmack, etwas viskoser als Wasser
Eigenschaften
Molare Masse 62,07 g·mol-1
Aggregatzustand flüssig
Dichte 1,11 g/cm3[1]
Schmelzpunkt -16 °C °C[1]
Siedepunkt 197 °C[1]
Dampfdruck

5,3 Pa (20 °C)[1]

Löslichkeit

mischbar mit Wasser[1]

Sicherheitshinweise
Gefahrstoffkennzeichnung [1]
R- und S-Sätze R: 22
S: (2)
MAK

10 ml/m3, 26 mg/m3[1]

WGK 1[1]
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

(Mono)Ethylenglykol (MEG) (Trivialname Glycol bzw. Glykol) ist der einfachste zweiwertige Alkohol mit der chemischen Bezeichnung Ethan-1,2-diol. Es ist also das einfachste Diol.

Die Bezeichnung Glykole wird darüberhinaus für Diole, die sich vom Ethylenglykol ableiten (sogenannte 1,2-Diole) verwendet. Beispiele sind Diethylenglykol (DEG), Triethylenglykol (TEG) oder die Polyethylenglykole.


Gewinnung und Herstellung 

Technisch wird Ethylenglykol aus Ethen oder aus Ethylenoxid hergestellt.

Verwendung 

Großer Abnehmer für MEG sind die Hersteller von Polyester, wo zusammen mit PTA in einer Polykondensation Polyesterschmelze hergestellt wird.[2]

Aufgrund der reduzierenden Eigenschaft der beiden OH-Gruppen kann es im Anlagenbau als Korrosionsschutzmittel in Kühlflüssigkeiten verwendet werden. Angeblich kommt es dabei auch der Wärmeleitfähigkeit zugute: Die Oberflächenspannung des Wassers wird gesenkt, es benetzt stärker und strömt leichter auch über zerklüftete Oberflächen. Ebenso besitzt es eine dielektrische Wirkung, die den Wärmetransport im Medium verbessern soll und wird daher vereinzelt als kostengünstiger Ersatz für spezielle Wärmeleiter eingesetzt. Dabei wird die elektrische Leitfähigkeit des Kühlmediums nicht signifikant gesteigert, da durch das Ethylenglykol keine Ionen gebildet werden.

Desweiteren findet Ethylenglykol als Absorptionsmittel für die Entfernung von Wasserdampf aus Erd- und Raffineriegas oder Kreislaufgasen der Hydroraffination Anwendung.

 

Sicherheitshinweise 

Ethylenglykol ist als gesundheitsschädlich eingestuft. Die Hauptaufnahmewege sind das Verdauungssystem und die Haut, bei Ersterem kann mit einer sehr schnellen und nahezu vollständigen Resorption gerechnet werden. Ethylenglykol wirkt reizend auf Schleimhäute, vor allem des Auges. Bei hohen Dosen wirkt es zudem toxisch auf Nervengewebe, es kommt zu Herz-Kreislauf- und Stoffwechselstörungen und Nierenschädigung. Als minimale letale Dosis für den Menschen werden etwa 100 ml[1] und 1,4 g/kg Körpergewicht[3] angegeben, in Einzelfällen und mit optimaler medizinischer Therapie wurde auch die Aufnahme von ca. 1000 ml[1] Ethylenglykol überlebt.

Ethylenglykol zersetzt sich ab 165 °C und setzt dabei unter anderem Glykolaldehyd, Glyoxal, Acetaldehyd, Methan, Formaldehyd, Kohlenstoffmonoxid und Wasserstoff frei.

Antidot 

Bei Vergiftungen steht mit Fomepizol, einem kompetitiven Hemmer der Alkoholdehydrogenase, ein Antidot zur Verfügung.

Werbung
 
"
Rechtschreibfehler
 
Rechtschreibfehler

Wer Welche findet kann sie Behalten
Einstein
 
Es gibt 2 sachen die unendlich sind die menschliche dummheit, und das Universum, aber bei den Universum
bin ich mir nicht sicher!!
Wenn jemand Hilfe braucht!
 
Meldet er sich einfach bei mir, ich helfe gerne und gebe auch gerne Quellen zur Chemikalien Bestellung weiter.
 
Heute waren schon 15 Besucherhier!
=> Willst du auch eine kostenlose Homepage? Dann klicke hier! <=